Samstag, 29. Oktober 2011

Aktiv.

Spaziergang mit den stolzen Großeltern. Der Opa lässt es sich nicht nehmen, die beiden höchstpersönlich durch die Gegend zu schieben, der Platz am Kinderwagengriff wird nur ungern an uns abgetreten.


Und den ersten Ausflug in die Berge haben wir auch erfolgreich hinter uns gebracht. Eine Wanderung war's nicht direkt, weil der Spazierweg zur Hütte nur etwa anderthalb Kilometer lang war, aber gelohnt hat es sich trotzdem.
Die Fahrt nach oben bzw. unten in der Gondel haben wir auch gut überstanden und es gab (zwecks Druckausgleich) sogar den ersten Schluck Fencheltee für die Kleinen. Geschrei war allerdings trotzdem angesagt - nicht wegen eventueller Schmerzen, sondern weil die Entrüstung groß war, dass es nur Tee und keine richtige Mahlzeit gab.


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Entspannt.

In der Regel haben wir sehr entspannte Babys, eigentlich sogar die bravsten (brävsten?) überhaupt. Sie schreien fast nur, wenn sie Hunger haben, beim Arzt mit Spritzen und Blutabnahmen belästigt werden oder müde sind.

Der Große schläft gerne "breitarmig", der Kleine meistens an ihn gekuschelt.

Oder er liegt einfach neben ihm und bewundert den großen Bruder.



Wehe allerdings, wenn das Fläschchen auch nur eine Minute zu spät kommt. Oder man vor Aufregung und Hunger und daraus folgender Todesangst (man könnte schließlich verhungern, und das jeden Tag gleich mehrfach, sicher sein kann man sich da nach nur einem Monat ja wirklich nicht...) das Trinken verlernt hat und nicht mehr weiß, wohin mit der Zunge und wie den Mund aufmachen.

Dann sieht das sonst so süße Gesichtchen so aus:




Und die Rabenmutter fotografiert das auch noch. Anstatt zu Hilfe zu eilen. Unfassbar.

Einige der besten Anschaffungen...

... zumindest für uns:




1. Das Anti-Dehnungsstreifen-Gel von Biotherm, Biovergetures - ich kann es selbst kaum glauben, aber trotz der Riesenkugel habe ich nicht einen einzigen Dehnungsstreifen oder Riss abbekommen. Ob es tatsächlich am Gel lag, weiß ich allerdings nicht, aber vielleicht ist es ja einen Versuch wert? Ansonsten habe ich nur kalt geduscht.

2. Der Onlineshop von Next, gibt es auch in der deutschen Version. Die Babysachen sind einfach großartig, die Qualität ist toll, die Baumwolle wunderbar weich und die Weihnachtssachen so goldig. Die Preise sind auch in Ordnung, in Pfund allerdings deutlich günstiger als in Euro.

3. Pucksäcke von Swaddle me, bestellbar über Amazon. Was ich bisher mitbekommen habe, ist der Preis mit etwa 20 Euro unschlagbar und bei uns wirken die Säcke/Tücher Wunder. Unsere beiden waren abends beim Einschlafen oft so zappelig, dass sie sich durch die wilden Bewegungen selbst aufgeweckt haben oder nicht schlafen konnten. In den Pucksäcken werden die Arme eng an den Körper gewickelt, quasi wie im Mutterleib. Dadurch können viele Babys besser zur Ruhe kommen. Anfangs sah es für mich furchtbar aus, die Kleinen wie Mumien gewickelt im Bett liegen zu sehen, aber der Effekt spricht Bände und sowohl Kinderarzt als auch Hebamme haben bestätigt, dass es eine gute Sache ist.

4. Der Ergobaby Carrier. Nachdem ich mit den Wickeltüchern überhaupt nicht zurecht kamen und die beiden Jungs mich angesehen haben, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank, wenn ich versucht habe, sie in die Falten des Tuchs zu stopfen, haben wir uns den Ergobaby Carrier zugelegt und sind begeistert. Die Babys fühlen sich pudelwohl und schlafen ein, sobald sie drin sind. Und für Väter gibt es eine extra Version, den Ergobaby Carrier Sport.

5. Zu guter Letzt natürlich der Kinderwagen: auch wenn der Preis ein wirklich mehr als stolzer ist, für uns hat sich die Anschaffung des Bugaboo Donkey sehr gelohnt. Er ist unglaublich wendig, man kann quasi auf der Stelle drehen. Er wiegt im Vergleich zu anderen Zwillingswägen relativ wenig. Die MaxiCosi-Adapter sind sehr praktisch, der Umbau ist einfach. Und natürlich das Allerbeste: dass er sich zusammenschieben lässt. Das hat uns schon einigen Stress erspart, was zu schmale Aufzüge oder Einkaufstouren in engen Supermärkten angeht. Wenn man alleine unterwegs ist, kann man den Wagen in zusammengeschobenem Zustand mit nur einer Babyschale mitnehmen und das zweite Kind in einer Trage auf den Bauch schnallen - tadaaa! Beinahe so einfach wie mit nur einem Baby. :-)

Sonntag, 23. Oktober 2011

Mein Bauch...


... irgendwann in den letzten Tagen vor der Geburt. Inzwischen kann ich kaum glauben, dass die beiden tatsächlich da drin waren. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor.


Heute spielen wir schon Krabbelstunde auf der Decke. Finden es allerdings ziemlich doof.


Dienstag, 18. Oktober 2011

Und plötzlich ist alles anders.

Jetzt sind wir zu Viert. Unsere kleine Familie hat sich mal eben verdoppelt.

Ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll - in den letzten Wochen ist so viel passiert, hat sich so viel verändert. Kann man sich vermutlich denken.
So sitze ich auf dem Sofa und habe ein Baby im Arm, den Laptop auf dem Schoß und den Gatten nebst zweitem Baby an meiner Seite. Es fühlt sich immer noch unwirklich an.

Also, wo anfangen? Am besten der Reihe nach. Nach dem letzten Post hier ist erstmal gar nichts passiert.
Am 19. September hatte ich dann einen weiteren Termin in der Klinik und dieses Mal haben die Ärzte nach kurzer Besprechung und zu unserer wirklich großen Überraschung zu einer Einleitung geraten. Ich hatte mir zwar gewünscht, dass es vorangehen möge, aber nicht damit gerechnet.
Zwei Tage später bin ich mit Sack und Pack in der Klinik eingezogen und dachte, dass ich abends womöglich schon meine Babys im Arm halten würde.


Pustekuchen! So sehr kann man sich täuschen. Die beiden hatten andere Pläne und die nächsten zwei Tage habe ich im Krankenhaus verbracht, ohne Aussicht auf ernsthafte Wehen, dafür aber mit verzweifelten Spaziergängen und Treppensteigen bis spät in die Nacht - nur um dann im Bett zu liegen und zu fühlen, wie die Kontraktionen schwächer wurden... und im Anschluss den Unmut der Babys zu spüren, die sich mit heftigen Tritten für den unruhigen Tag bedankten.
Am Freitag riss mir dann der Geduldsfaden und nach Absprache mit dem Oberarzt konnte ich durchsetzen, dass ich die Nacht zuhause verbringen dürfte, wenn ich wieder keine Reaktion auf die Tabletten zeigen würde.
Das hatten wir gegen 1 Uhr abgemacht - um 3 Uhr stand ich mit geplatzter Fruchtblase vor dem Kreißsaal.
Die darauf folgenden Stunden waren nicht sehr angenehm, weil die Wehen plötzlich sehr heftig wurden und jede Minute kamen, was sich auch trotz Wehenhemmer nicht stoppen ließ. Fatalerweise war der Anästhesist auch noch verhindert und konnte erst nach über einer Stunde meine PDA legen. Diese Stunde war wahrscheinlich die schlimmste in meinem Leben, allerdings war das Danach dann im Vergleich quasi ein Spaziergang. Hat ja auch Vorteile.
Dank PDA und angenehm gedämpfter Wehenschmerzen ließen sich die nächsten 12 Stunden gut aushalten, ich hatte diese Zeit auch bitter nötig, um mich zu erholen und Kräfte zu sammeln. Gegen 1 Uhr morgens beschlossen die Ärzte, die Geburt nun voranzutreiben und mich an den Wehentropf zu hängen und um kurz nach 4 bzw. halb 5 kamen die beiden Kleinen endlich auf die Welt. Gesund und munter, in der 40. Woche.

Lustigerweise mussten wir tatsächlich noch im Kreißsaal die angedachten Namen vertauschen, weil die beiden sich als genau entgegengesetzt temperamentvoll entpuppten, als wir angenommen hatten. Noch im Bauch war der Erstgeborene der Ruhigere, während Nummer zwei ständig zappelte und aufmuckte. Kaum waren sie draußen, schrie Nummer eins aus vollem Halse und lief zornesrot an, während der kleine Nachfolger ganz still mit großen Augen alles beobachtete.


Geändert hat sich in diesen ersten drei Wochen daran nichts, der Große ist leicht aufbrausend und wenig geduldig, während der Kleine eher ruhig und aufmerksam ist, dafür aber entsetzlich leiden kann, wenn er nicht schnell genug etwas zu trinken bekommt. Dann kullern tatsächlich sogar einzelne Tränchen.


Seit sie da sind, ist alles anders. Wir schlafen nur noch maximal zwei Stunden am Stück und kommen tagsüber zu nichts, nicht einmal zum Essen. Es ist ein ziemlicher Schock, so aus seinem normalen Leben gerissen zu werden, aber sobald man sie im Arm hält und ihren Babygeruch in der Nase hat, ihre kleinen Gesichtchen sieht und die weichen Haare streichelt, könnte man sie auffressen und verzeiht ihnen alles.
Wobei wir natürlich trotzdem sehr auf die (nahe) Zukunft hoffen, auf ein paar Stunden Schlaf am Stück, auf mehr Mobilität, auf wenigstens teilweise Rückeroberung unseres eigenen Lebens.
Aber es wird täglich ein klein bisschen leichter.